Ein Blick über Pisa
Pisa hat zwei Gesichter. Zum einen ist es eine Stadt am Meer, die ihre größten Reichtümer in den Jahren 1000 bis 1300 als Seerepublik errungen hat. Auf der anderen Seite ist sie durch den Arno und die umliegeden Berge dem Land fest verbunden.
Seit die "Bocca d'Arno" nur noch die Mündung des Arno in das Tyrrhenische Meer ist und und nur noch Yachten und Fischerbooten Schutz bietet, bleibt die Landbindung der Stadt die stärkere Kraft. Es sind die durch Flüsse und Bäche fruchtbar gemachten Böden, die durch ein System von Bergen und Hügeln geschützt und vom Meer begrenzt werden und der Landschaft ihren besonderen Charakter verleihen. Eine tausendjährige Kulturlanschaft prägt noch heute die Mauern der antiken Städte und Dörfer der Region.
Die Provinz Pisa umfasst 39 Gemeinden, die sich in sechs große Landschaften gliedern: Die Küste, die Pisaner Berge, San Miniato und das Arnotal, das Tal der Era, Volterra und das Tal der Cecina und die Pisaner Hügel.
In der ganzen Welt wird Pisa mit dem schiefen Turm, dem "torre pendente" verbunden. Aber Pisa ist nicht nur die "Piazza dei Miracoli", der "Platz der Wunder", mit seiner Architektur aus bestem weißen Marmor und mit den Tausenden von Besuchern aus der ganzen Welt. Die Faszination der mittelalterlichen Gassen, die Geometrie der großen Plätze und die dem Arno zugewandten Paläste repräsentieren ein anderes von den T
ouristen oft missachtetes Bild dieser alten Stadt.
Hinzu kommt die Universität Pisa mit ihrer altehrwürdigen Tradition. Zwei der größten Wissenschaftler der Welt haben hier gearbeitet und gelebt. Fibonacci übernahm im 12. Jahrhundert das arabische Zahlensystem und führte es in der westlichen Welt ein. Galileo Galilei revolutionierte das wissenschaftliche Denken mit der Einführung des Experimentierverfahrens.
Das Meer bei Marina di Pisa und Tirrenia ist heute nicht mehr direkter Bestandteil der Stadt, prägt aber mit seinem schönen Strand und den Bagnos im Sommer das Lebensgefühl der Pisaner.


